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Queerfeministische Tage: „Let’s talk about feminism!“

Montag, 6. März 2017

Vortrag „Der Antifeminismus der AfD“

17 Uhr,Malzhaus, Plauen  Es referiert: Andreas Kemper

In den letzten Jahren erleben wir einen sehr starken Angriff gegen
emanzipatorische Fortschritte. Heute seien nicht mehr Frauen, Schwule oder Lesben benachteiligt, sondern Männer und die sogenannte “traditionelle Familie”. Vor allem mit dem Erstarken der AfD werden verschwörungsideologische Flugblätter, Texte unter anderem auf Hass-Foren verbreitet. Fake-News und Hate-Speech geben sich hier die Hand.
Welche Ideologien, Netzwerke und Strategien sind hier aktiv und wie sieht die internationale Zusammenarbeit aus?

Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Anschließend 20 Uhr: Malzhauskino mit „A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT“

Regie: Ana Lily Amirpour (USA 2015)

In der iranischen Geisterstadt Bad City gehen seltsame Dinge vor. Hier tummeln sich die Erschöpften und Verbrauchten, Gesetzlose und ihre Opfer, die Wände schwitzen Verbrechen aus ihren Poren. Doch kaum einer, der hier lebt, ahnt, dass in dieser Stadt auch ein stiller Vampir umgeht, ein Vampir auf Rädern. So geht es auch dem jungen, attraktiven Arash. Um die Schulden seines Vaters zu begleichen, muss er seinen geliebten Ford Thunderbird an den verschlagenen Dealer Saeed abtreten. Wütend auf alles und jeden, streift er durch die Straßen und begegnet einem Mädchen, das rätselhaft anziehend ist. Schon bald entdeckt Arash ihr Geheimnis: sie ist ein Vampir. Verhüllt in einen Tschador durchstreift sie Nacht für Nacht die Stadt auf ihrem Skateboard und erleichtert Bad City um so manches widerliche Subjekt. Arash und das namenlose Vampir-Mädchen freunden sich langsam an. Und eine zarte Liebesgeschichte entsteht an einem Ort, an dem eigentlich kein Platz dafür ist.

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=t6on3eBbniQ

Dienstag, 7. März 2017

Malzhauskino mit: “Maria, Christiane, Else, Karin, Lea, Lydia, Petra S., Petra W., und der §218”

Dokumentarfilm 2015, 74 Min, deutschsprachig
von Mara Schepsmeier
Seit 1871 steht der § 218 im Strafgesetzbuch. Kurz nach der Proklamation des deutschen Nationalstaats wurde das Reichsstrafgesetzbuch eingeführt, das bis heute – nun als Strafgesetzbuch der BRD – Geltung hat. Der Paragraph bestimmt die Lebensrealität von Frauen*, die ungewollt oder ungeplant schwanger sind und kein Kind austragen wollen.

Je nach spezifischer Ausführung des Gesetzes, Lage der politischen Kämpfe gegen das Gesetz und dem ökonomischen und ideologischen Stand der Gesellschaft fällt diese Realität zu verschiedenen historischen Zeiten verschieden aus. In Interviews und literarischen Texten erzählt der Film vom Erleben des Schwangerschaftsabbruchs. Die Erfahrungen unterscheiden sich nicht nur dem Jahr oder dem Jahrzehnt nach, sondern sind je nach Erzählerin ganz verschieden. Allem Erleben gemein ist: dem Wissen, was in der eigenen, historisch-spezifischen und persönlich-erlebten Situation das Richtige ist, steht ein Paragraph gegenüber. In großer Ruhe wird hier von dem, was tabuisiert war und ist, offen erzählt: der Abtreibung.


Mittwoch, 8. März 2017 – Frauen*kampftag

Frauen*kampftagsdemo in Chemnitz in Solidarität mit Gefangenen, 15 Uhr Chemnitz Hbf

https://www.fau.org/artikel/art_170223-082120

Mittwoch Malzhaus? Na klar!

Und diesmal mit feministischen D*Janes!
Schwingt das Tanzbein mit uns auf ein weiteres kämpferisches Jahr, denn Frauen*, die kämpfen sind Frauen*, die leben!

Eintritt frei!

Ab 19.30 Uhr gibt es leckere Küfa!

Donnerstag, 9. März 2017

Es steht noch nichts genaues fest, aber ihr dürft gespannt bleiben! 😉

Den Schweigemarsch zum Desaster machen!

Emanzipation ist viel geiler – Schweigemarsch stoppen!

Annaberg-Buchholz 6. Juni 2016, 17.00 Uhr Chemnitzer Straße/Barbara-Uthmann-Ring (gegenüber Erzgebirgsklinikum)

Bus aus Plauen! Mehr Informationen in Kürze!

In Deutschland versammeln sich jedes Jahr christlich fundamentalistische Gegner_innen von Schwangerschaftsabbrüchen zu Demonstrationen, um ihr Weltbild in die Öffentlichkeit zu tragen. Diese Demonstrationen finden u.a. in Berlin und Münster statt. Aber auch in Annaberg-Buchholz wird seit 2010 zu sogenannten Schweigemärschen mobilisiert, die sich gegen das Selbstbestimmungsrecht aller Menschen richten – insbesondere derer, die schwanger werden können.
Bisher waren die “Christdemokraten für das Leben” (CDL) für die Organisation zuständig. Sie sind in der CDU organisiert und ihr erklärtes Ziel ist, Schwangerschaftsabbrüche nicht nur in Deutschland, sondern weltweit komplett zu kriminalisieren. Im März 2016 wurde der Träger des
Schweigemarsches gewechselt, hin zum Verein “Lebensrecht Sachsen”. Dies soll die Veranstaltung für Menschen öffnen, die unabhängig von ihrer Partei- oder Glaubenszugehörigkeit diese reaktionären Positionen unterstützen möchten. Somit wird der Marsch vor allem in Richtung AfD
anschlussfähiger.
Aktuell nehmen rassistische Vorurteile und die Angst vor einem Werteverfall zu. Christliche FundamentalistInnen knüpfen an verbreitete sexistische und homophobe Einstellungen an und heizen das gesellschaftliche Klima weiter auf. Bei ihren Veranstaltungen schüren sie Vorurteile und Hass. Umso wichter ist es, dem einen entschlossenen Protest entgegen zu setzen!

Wir lassen uns nicht vorschreiben, ob wir Kinder kriegen und wie viele, wie
unsere Beziehungen auszusehen haben, wie wir leben, lieben und sterben.
Es sind unsere Leben, unsere Körper, unsere Entscheidungen!
Emanzipation statt Fremdbestimmung!
Raise your voice – your body, your choice!
Seid laut und kreativ!
Den Schweigemarsch zum Desaster machen!

Feministische Kämpfe verbinden – auch im Hinterland!

Vom 7. März bis zum 12. März 2016 veranstaltete ein lokales Feministisches Bündnis aus der linksjugend [’solid] vogtland, den Jusos Vogtland und den Antifaschistischen Gruppen des Vogtlands eine „Feministische Aktionswoche“ in Plauen. Zu dieser kamen zu allen 3 Veranstaltungen insgesamt  knapp 100 Personen, die sich an den Voträgen, Workshops und Diskussionen beteiligten. Es waren im Allgemeinen Themen, die sonst eher weniger, sowohl in der gesamten Gesellschaft, als auch innerhalb der linken Bewegung, Raum finden. In den Diskussionen nach dem Vortrag zur Frauenbewegung in Rojava, aber auch in einer Diskussionsrunde über eine linke und feministische Antwortauf die „Köln-Debatte“ wurde bewusst, wie wichtig es ist verschiedene Kämpfe zu verbinden (z.B. Feminismus und Antirassismus) um als Linke nicht die Grundsätze zu verlieren bzw. zu verraten. cropped-freepussyriot-940x607.pngBesonders Frauen* und solidarische cis-Männer in Rojava gehen mit gutem Beispiel in dieser Sache voran. Die Woche konnten wir mit einem gelungenen Abend in der Galerie Forum K, der mit einem aufschlussreichen Workshop zu Lookism und Fatshaming und einer anschließenden Party mit CLITZER und glooma gut gefüllt war, abschließen.

Diese Aktionswoche fand natürlich anlässlich des Internationalen Frauen*tags statt, jedoch haben wir eine durchaus andere Auffassung zu diesem Tag, als andere poltische Akteure, die meinen sich für Gleichstellung etc. einzusetzen. Wie schon in unserem Aufruf (www.femakpl.blogsport.eu/aufruf) lehnen wir ein Nelken – oder Rosenverteilen ab, da es für uns nichts damit zu tun hat feministische Veränderungen zu erkämpfen. Dass der internationale Frauentag eher ein internationaler Frauen*kampftag sein sollte, da es um den Kampf gegen patriarchale Unterdrückungsmechanismen geht, wird dadurch überhaupt nicht thematisiert bzw. ins Bewusstsein der Leute gebracht. 
Ebenfalls negativ zu erwähnen ist, dass wieder einmal Nazis sich vor einer linken Veranstaltung bemerkbar gemacht haben und Teilnehmer*innen abfotografierten. Wir lassen uns durch die Provokationen des III.Weg nicht einschüchtern. Feminismus bleibt antifaschistisch.

Feministische Aktionswoche Plauen 2016

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Der 8. März ist für uns der Frauen*kampftag an dem wir auf die Unterdrückungs – und Herrschaftsverhältnisse in unserer Gesellschaft hinweisen wollen. Doch nicht nur an diesem Tag gilt es feministische Themen in den gesellschaftlichen Fokus zu rücken. Sexismus, Lookismus, Fatshaming und andere gesellschaftliche Unterdrückungs
mechanismen müssen täglich auf verschiedensten Ebenen bekämpft werden, denn sie sind die Grundlage für sexualisierte Gewalt, die täglich und überall auftreten kann und auftritt. Wir wollen wir die benannten Misstände in unserer feministischen Aktionswoche thematisieren und laden Euch zu folgenden Veranstaltungen in Plauen ein:
  • Montag, 7. März – Vortrag und Diskussion zur Frauenbewegung in Rojava – Siegener Str. 26
  • Mittwoch, 9. März – Vokü und Diskussion über eine feministische Antwort auf die Vorfälle in Köln – Siegener Str. 26
  • Samstag, 12. März – Workshop zu Lookism und Fatshaming, Vokü und anschließende Party – Galerie Forum K