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Feministische Kämpfe verbinden – auch im Hinterland!

Vom 7. März bis zum 12. März 2016 veranstaltete ein lokales Feministisches Bündnis aus der linksjugend [’solid] vogtland, den Jusos Vogtland und den Antifaschistischen Gruppen des Vogtlands eine „Feministische Aktionswoche“ in Plauen. Zu dieser kamen zu allen 3 Veranstaltungen insgesamt  knapp 100 Personen, die sich an den Voträgen, Workshops und Diskussionen beteiligten. Es waren im Allgemeinen Themen, die sonst eher weniger, sowohl in der gesamten Gesellschaft, als auch innerhalb der linken Bewegung, Raum finden. In den Diskussionen nach dem Vortrag zur Frauenbewegung in Rojava, aber auch in einer Diskussionsrunde über eine linke und feministische Antwortauf die „Köln-Debatte“ wurde bewusst, wie wichtig es ist verschiedene Kämpfe zu verbinden (z.B. Feminismus und Antirassismus) um als Linke nicht die Grundsätze zu verlieren bzw. zu verraten. cropped-freepussyriot-940x607.pngBesonders Frauen* und solidarische cis-Männer in Rojava gehen mit gutem Beispiel in dieser Sache voran. Die Woche konnten wir mit einem gelungenen Abend in der Galerie Forum K, der mit einem aufschlussreichen Workshop zu Lookism und Fatshaming und einer anschließenden Party mit CLITZER und glooma gut gefüllt war, abschließen.

Diese Aktionswoche fand natürlich anlässlich des Internationalen Frauen*tags statt, jedoch haben wir eine durchaus andere Auffassung zu diesem Tag, als andere poltische Akteure, die meinen sich für Gleichstellung etc. einzusetzen. Wie schon in unserem Aufruf (www.femakpl.blogsport.eu/aufruf) lehnen wir ein Nelken – oder Rosenverteilen ab, da es für uns nichts damit zu tun hat feministische Veränderungen zu erkämpfen. Dass der internationale Frauentag eher ein internationaler Frauen*kampftag sein sollte, da es um den Kampf gegen patriarchale Unterdrückungsmechanismen geht, wird dadurch überhaupt nicht thematisiert bzw. ins Bewusstsein der Leute gebracht. 
Ebenfalls negativ zu erwähnen ist, dass wieder einmal Nazis sich vor einer linken Veranstaltung bemerkbar gemacht haben und Teilnehmer*innen abfotografierten. Wir lassen uns durch die Provokationen des III.Weg nicht einschüchtern. Feminismus bleibt antifaschistisch.